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Die Indikation zur Tracheotomie ergibt
sich beim Intensivpatienten hauptsächlich aus der Notwendigkeit
einer längeren Beatmung.
Gelegentlich sind aber auch klassische
Indikationen wie akute Obstruktion der Atemwege, Verletzungen
oder Tumoren im Kehlkopf- und Mundbereich der Grund für eine
Tracheotomie.
Indikationen für eine Tracheotomie
beim Intensivpatienten
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Zu erwartende
Beatmungsdauer über 21 Tage |
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Atemwegsobstruktion
(Verletzungen, Tumoren) |
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Vermeidung einer
Larynxschädigung durch Langzeitintubation |
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Größerer Patientenkomfort |
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Erleichterte Kommunikation
(Sprechkanülen, Mimik der Lippen und des Gesichts) |
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Verbesserte Pflege des
Nasen-Rachen-Bereiches |
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Verbesserte
Bronchialtoilette |
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Verbesserte
Schluckmöglichkeiten, schnellere orale Ernährung |
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Geringerer
Analgosedierungsbedarf |
Im Wesentlichen ergeben sich die
Indikationen aus den Nachteilen einer translaryngealen
Intubation.
Nachteile der translaryngealen
Intubation bei der Langzeitbeatmung
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Größerer Sedierungsbedarf
/ Immobilisation des Patienten |
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Kehlkopfläsionen |
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Subglottische Stenosen |
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Traumatisierung von Nase
und Rachen (insbesondere bei wiederholten
Intubationen) |
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Sinusitiden (nasale
Intubation) |
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Erschwerte bis unmögliche
orale Nahrungsaufnahme |
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Erschwerte Mundpflege |
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Eingeschränkte
Kommunikationsfähigkeit des Patienten |
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Schwierigere
endobronchiale Toilette |
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Höhere Atemarbeit bei
Spontanatmung (Weaning) |
Aus dem technischen Ablauf einer
Perkutanen Dilatationstracheotomie und den Besonderheiten des
mittels Bougierung angelegten Tracheostomas ergeben sich
absolute Kontraindikationen für die Anwendung des Verfahrens.
Die Perkutane Dilatationstracheotomie
beim Intensivpatienten stellt eine Operation dar, deren
Zeitpunkt durchaus einige Tage aufschiebbar ist, sodass
Störungen der Gerinnungsfunktion oder schwerste
Gasaustauschstörungen erst behandelt werden können.
Wenn aufgrund der Erkrankung des
Patienten ein dauerhaftes Tracheostoma angelegt werden muss,
sollte man sich primär für ein operatives kutanisiertes Stoma
entscheiden.
Kontraindikationen für
eine Perkutane Dilatationstracheotomie
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Nottracheotomie |
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Fehlende Tracheoskopie-
bzw. Bronchoskopiemöglichkeit |
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Schwierige anatomische
Bedingungen |
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Notwendigkeit eines
Tracheostomas für mehr als 8 Wochen |
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Geplante Verlegung des
Patienten innerhalb von 10 Tagen auf eine periphere
Station, in eine Rehabilitations- oder
Pflegeeinrichtung |
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Schwere
Gerinnungsstörungen |
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Schwerste
Gasaustauschstörungen |
Kontraindikationen durch schwierige
anatomische Bedingungen
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Schwierige oder unmögliche
Intubation (laryngoskopisch nicht intubierbarer
Patient) |
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Extremer Kurzhals (Abstand
Unterrand Ringknorpel - Oberrand Sternum < 15 mm) |
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Struma III° |
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Instabile Frakturen der
Halswirbelsäule |
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Voroperationen am Hals mit
erheblicher Narbenbildung |
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Manifeste Infektion im
Halsbereich |
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