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Bei den perkutanen
Tracheotomieverfahren sind hinsichtlich des Atemwegsmanagements
wesentliche Unterschiede im Vergleich zur operativen Tracheotomie zu
beachten.
Um die für die
Perkutane Dilatationstracheotomie typischen Komplikationen zu
vermeiden, sind Kenntnisse der Prinzipien des
Atemwegsmanagements bei Perkutaner Dilatationstracheotomie
unverzichtbar. Schwerwiegende und lebensbedrohliche
Komplikationen bei den Dilatationsverfahren sind häufig durch
Probleme des Atemwegsmanagements bedingt.
Bei allen Methoden
zur Freihaltung der Atemwege während der Perkutanen
Dilatationstracheotomie müssen die entsprechenden Instrumente so
platziert werden, dass eine problemlose Punktion der Trachea im
Bereich zwischen 1. und 4. Trachealspange gelingt.
Dazu ist eine
Umpositionierung des endotrachealen Tubus nötig.
Beim "klassischen" Vorgehen wird der
Tubus so weit zurückgezogen, bis eine problemlose Punktion der
Trachea möglich ist. Die Blockung wird in der Stimmbandebene
platziert. Diese Positionierung stellt wegen der Gefahr der
Dislokation des Tubus keinen sicheren Aspirationsschutz dar.
Weiterhin kann jederzeit eine
Neuplatzierung oder Umintubation notwendig sein. Daher ist zu
fordern, dass man sich präoperativ mittels direkter
Laryngoskopie von der Möglichkeit einer problemlosen
Reintubation überzeugt. Es ist unsicher zu hoffen, einen
zurückgerutschten Tubus bei einem Patienten mit
Intubationsproblemen über das liegende Endoskop während der
Tracheotomie replatzieren zu können.
In der Praxis sollte man unter direkter Sicht
mit dem Laryngoskop den endotrachealen Tubus so weit zurückziehen, bis
die potenzielle tracheale Punktionsstelle frei ist. Alternativ kann ein
neuer Tubus so positioniert werden, dass die Tubusblockung oberhalb der
Stimmlippen liegt. durch leichten Druck nach tracheal kann der Tubus
dauerhaft in dieser Position gehalten werden.
Abbildung: Tubuspositionierung zur
Perkutanen Dilatationstracheotomie
In der Literatur findet man
Beschreibungen über die Verwendung von Larynxmaske,
Pro-Seal-Larynxmaske, Combitubus, Airway Management Device,
Tubuswechsler, Mikrolaryngelem-Tubus und der Jet-Ventilation zur
Freihaltung der Atemwege bei Perkutaner Dilatationstracheotomie.
Größere Fallzahlen existieren jedoch nur zur Verwendung der
Larynxmaske. Keines der genannten Verfahren bietet ein
sichereres Atemwegsmanagement als der zurückgezogene oder der
supraglottisch positionierte Tubus.
Im Einzelfall können zusätzliche
Probleme auftreten, wie z.B. bei der Anwendung der Larynxmaske
bei Patienten mit einem Larynxödem, welches nach längerer
endotrachealer Intubation immer einkalkuliert werden muss.
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