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Tracheotomie
im 20. Jahrhundert |
Anfang des 20.
Jahrhunderts war es vor allem Chevalier Jackson (1865 – 1958),
Professor für Laryngologie der Universität in Pittsburgh, der
sich um die Standadisierung der Tracheotomie verdient gemacht
hat. Er entwickelte Grundsätze wie die Vermeidung der Narkose
und die Anwendung der Infiltrationsanästhesie nach Schleich, die
vorsichtige Dissektion exakt in der Mittellinie, vorsichtige und
geschulte Nachbehandlung, Asepsis und die Verwendung einer
möglichst langen und großlumigen Kanüle (1909). Bereit 1907 und
nicht wie immer wieder behauptet 1909 in „The Laryngoscope“
beschrieb Jackson in einem Textbuch das exakte operative
Vorgehen bei der Tracheotomie. In seiner Arbeit
„High Tracheotomy and other errors the chief causes of chronic
laryngeal stenosis“ bricht er mit einem Dogma des 19.
Jahrhunderts möglichst hoch zu tracheotomieren, welches
existierte um die Schilddrüse und prätracheale Gefäße nicht zu
verletzen (s. oben bei Schüller) und stellt zugleich ein neues
Dogma auf, das bis heute Gültigkeit hat: „Cricoid cartilage
should never be cut“ , weil die hohe Tracheostomie Hauptursache
für chronische Larynxstenosen nach Tracheotomie ist. (1921).
Erst in den Anfängen der neuzeitlichen Dilatationstracheotomieen
wird zunächst nicht auf einen gebührenden Abstand zum
Ringknorpel geachtet.
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